Mehrere Arten von Urmenschen bevölkerten früher die
Erde. Einige starben aus, andere entwickelten sich zu neuen Arten
weiter. Diese bislang geltende These stellt nun eine Gruppe von
Anthropologen auf den Kopf und führt interessante Beweise dafür an.
Als erster Urmensch
bevölkerte vor ungefähr zwei Millionen Jahren der Homo rudolfensis die
Savannen und Buschlandschaften Afrikas. Benannt nach dem ersten Fundort
am Rudolf-See (heute: Turkana-See) in Kenia, gilt er als die
urtümlichste Art der Gattung homo, die sich aus dem älteren
Australopithecus entwickelte. Dieser „südliche Affe“ (so die deutsche
Übersetzung) zählte noch zu den Menschenaffen.
Dem Homo rudolfensis folgte der Homo habilis (der begabte oder auch geschickte Mensch), der schon recht ausgefeilte Steinwerkzeuge nutzte. Vor 1,9 Millionen Jahren trat dann noch der Homo erectus auf den Plan, also der aufgerichtete Mensch. Er kannte das Feuer und nutzte die Jagd als Element seiner Nahrungsversorgung. Aus ihm, so die Hypothese der Anthropologen, gingen der moderne Mensch(Homo Sapiens) sowie als Seitenzweig der Neanderthaler hervor.
Die Verwandtschaftsbeziehungen dieser Arten untereinander sowie zu weiteren Arten der Hominiden sind indes unklar und unter den Forschern umstritten. Stets aber galt als gesichert, dass es sich um eigenständige Arten von Urmenschen handelt. Nun stellt eine neue Studie einer internationalen Anthropologengruppe um Dawit Lortkipanidze vom georgischen Nationalmuseum in Tiflis diese Sichtweise in Frage.
Dem Homo rudolfensis folgte der Homo habilis (der begabte oder auch geschickte Mensch), der schon recht ausgefeilte Steinwerkzeuge nutzte. Vor 1,9 Millionen Jahren trat dann noch der Homo erectus auf den Plan, also der aufgerichtete Mensch. Er kannte das Feuer und nutzte die Jagd als Element seiner Nahrungsversorgung. Aus ihm, so die Hypothese der Anthropologen, gingen der moderne Mensch(Homo Sapiens) sowie als Seitenzweig der Neanderthaler hervor.
Die Verwandtschaftsbeziehungen dieser Arten untereinander sowie zu weiteren Arten der Hominiden sind indes unklar und unter den Forschern umstritten. Stets aber galt als gesichert, dass es sich um eigenständige Arten von Urmenschen handelt. Nun stellt eine neue Studie einer internationalen Anthropologengruppe um Dawit Lortkipanidze vom georgischen Nationalmuseum in Tiflis diese Sichtweise in Frage.
Analyse 1,81 Millionen Jahre alter Knochen
Die Analyse gründet sich auf Fossilien, die Ausgräber an der bekannten Fundstätte Dmanissi in Südgeorgien entdeckten. Dort fördern Forscher schon lange versteinerte Relikte von Menschen und Tieren zutage. Darunter fanden sich auch die Schädel von vier Urmenschen, die zusammen mit weiteren Menschen- und Tierknochen sowie Steinwerkzeugen im Boden lagen. Das Alter der Fundschicht datierten Experten auf 1,81 Millionen Jahre. Im Jahr 2005 tauchte ein weiterer Schädel auf, der ungewöhnlich gut erhalten war. Den zugehörigen Kiefer hatten die Ausgräber bereits fünf Jahre früher geborgen. Zusammen ergaben sie das bislang mächtigste an dieser Stelle gefundene Schädelfossil. Deshalb vermuten die Forscher, dass „Schädel 5“ einem Mann gehörte. Bald darauf begannen Lortkipanidze und seine Kollegen, den Fund zu analysieren. Das Ergebnis legen sie jetzt im Wissenschaftsjournal „Science“ dar.
Wie sich zeigte, vereint Schädel 5 ein geringes
Hirnvolumen von gerade 546 Kubikzentimetern (moderner Mensch: ca. 1360
Kubikzentimeter) mit einem relativ langen und großen Gesicht sowie
großen Zähnen. Mit diesen Merkmalen unterscheidet er sich von den
Schädeln anderer Homo-Arten. Offenbar hatte dieser Frühmensch ein
kleines Denkorgan, während seine Körpergröße und die Proportionen der
Gliedmaßen denen des modernen Menschen glichen. Zwar ist die Ausgrabung
am Fundort noch längst nicht vollständig, doch schon jetzt ermöglichen
die entdeckten Fossilien den Forschern, die Eigenschaften dieser
verschiedenen Urmenschen, die zur selben Zeit und im gleichen
geographischen Gebiet gelebt haben, zu vergleichen, aber auch
Unterschiede festzustellen.
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